Kloot (plattdt. ) = Erdklumpen

Heute besteht der Kloot aus einer 475 Gramm schweren Holzkugel mit Bleifüllung.

Der Name weist darauf hin, dass Klootschießen schon viele Jahrhunderte bekannt ist. Aus diesem Friesensport hat sich später eine einfachere Variante, das Boßeln, parallel entwickelt.


Klootschießen, Boßeln, Schleuderball

Ein Buch über die "Versportung" der Volksspiele mit detaillierten Informationen über die traditionellen Friesenspiele im 19. Jahrhundert und heute.

Klootschießen

Klootschießen - Was ist das?

OLKlootschießen gehört wie Boßeln zum Friesensport, ist allerdings weitaus weniger verbreitet. Beider Seiten der "grünen Grenze" zwischen Oldenburg und Ostfriesland gibt es nur eine kleine Gruppe Klootschießer-Asse. Das liegt in der Natur der Sache selbst begründet. Klootschießen ist aufgrund einer Kombination von ausgefeilter Technik, Konzentration und Schnellkraft schwerer zu lernen als Boßeln und verlangt viel Trainingsfleiß.

Feld- und Standkampf - So geht es

Klootschießen übt man entweder als Feld- oder Standkampf aus.

OLBeim bekannteren Feldkampf, der bei Frostwetter ausgetragen wird, treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Die ca. 7 km lange Strecke geht über Felder und Wiesen. Wie beim Boßeln setzt jeder Werfer mit seinem Wurf an dem Punkt an, an dem die Kugel des Vorwerfers seiner Mannschaft ausgerollt ist. Die Mannschaft mit den wenigsten Würfen bis zum Ziel gewinnt.

OLBeim Standkampf spielt jeder gegen jeden. Sieger des Spieles ist, wer mit kurzem Anlauf und Absprung von einer Rampe die Kugel am weitesten geworfen hat. Hier zählt beim Messen der Weite der Auslauf der Kugel (Trüll) nicht mit. Standkämpfe werden auf Sportplätzen oder Weiden ausgetragen..

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Klootschießerzwist

OLZwischen Oldenburgern und Ostfriesen herrscht seit jeher traditionelles Reviergerangele, seitdem einst ein Ostfriesenhäuptling die Oldenburg-Prinzessin Marianne zu Jever vor der Hochzeit sitzen ließ. Diese "Kluft" spiegelt sich vor allem im bei anhaltendem Kahlfrost anstehenden Feldkampf mit der Klootkugel zwischen Oldenburgern und Ostfriesen wider :-)

OLKlootschießerzwist gab es bereits im 16. Jahrhundert, als häufig Kirchspiel gegen Kirchspiel oder Vogtei gegen Vogte gegeneinander antraten. Dabei wurde getrunken und gewettet. Oft mündete das Spiel in Massenschlägereien und Feindschaften. Fürst Friedrich August aus Jever erließ deshalb sogar im Februar 1755 ein 'Proclama', in dem das Klootschießen verboten wurde. Erst 1793 wurde Klootschießen wieder erlaubt, allerdings nicht als Kampf zwischen Kirchspielen und Vogteien.

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Mitmachen oder zuschauen

Wenn Sie an Klootschießen interessiert sind,


Zum Informationsgehalt dieser Seite hat Gerold Meischen, friesensport.de-Redaktion, beigetragen. Danke!